rohe tomatensauce zu teigwaren, reis, …

> supperreife, aromatische tomaten (nicht aus dem kühler! am besten sonnenwarm. tomaten – wie übrigens alle nachtschattengewächs-früchte sollte man wenn möglich nicht im kühler aufbewahren). stielansatz entfernen. tomaten durch ein grobmaschiges

> drahtsieb drücken oder direkt in einer grossen schüssel von hand zermantschen. mit

> meersalz (unraffiniertes) und frisch gemahlenem schwarzem pfeffer nach belieben würzen. viel gutes

> olivenoel untermischen und je nach belieben und geschmack frische gartenkräuter oder/und fein geriebene zitronenschale dran. (zb basilikum, von hand zerzupft, zitronenthymian, oregano usw). dann die eben bissfest gekochten

> teigwaren mit wenig teigwarenwasser unter tomaten mischen. sofort essen. sauce passt auch zu reis, kartoffeln … oder direkt auf eine getoastete brotscheibe.

en guete!


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ernährung und atomare strahlenbelastung

unsere menschlichen zellen sind empfindlich auf radioaktivität.

radioaktive strahlung kommt natürlich vor, aus dem weltall, von der erde und auch den lebensmitteln. je nach gegend, in der man lebt kann sie stärker oder schwächer sein. so ist sie abhängig zb von der höhe über meer, vom untergrund (zb granitformationen wie zb am gotthard, haben eine höhere strahlung).

künstliche strahlenbelastungen gibt es – leider – immer mehr. nicht nur wegen den – vor allem früheren – atombombentests und atombomenabwürfe, den diversen atomkraftwerk-unfällen und atomaufbereitungsanlage-havarieen. nein, es gibt viel alltäglicheres wie röntgenstrahlungen beim zahnarzt oder im spital, fliegen im flugzeug in grossen höhen, gewisse uhren, aber es gibt auch noch atomraketen, atom-u-boote die seit langem auf dem meeresgrund liegen, atommülltransporte und sogar atomenergie-schmuggel. dies nur eine kleine liste vieler möglichkeiten.

allein tschernobyl trägt heute noch zu etwa 30% der gesamtstrahlenbelastung in europa bei.

die wohl grösste gefahr bei diesen belastungen ist, dass man sie nicht gleich wahrnimmt und, dass bereits kleinste mengen wirken. einerseits weil sie sich im körper anhäufen, andererseits weil jeder mensch anders regeneriert.

diese radioaktivität kann über die atmung, über das essen und trinken sowie als strahlung über den gesamten körper aufgenommen werden.

nun, was hat dies alles mit der ernährung zu tun? einerseits gibt es in bestimmten lebensmitteln zb bestandteile, welche bis zu einem gewissen grad verhindern können, dass unser körper gewisse verstrahlte elemente aufnimmt und sie dann im gewebe und den knochen einbaut und uns so für das ganze leben verstrahlen. dann gibt es lebensmittel, die den menschlichen metabolismus kräftigen und bis zu einem gewissen grad abwehrfähiger machen. andere wiederum können helfen, uns mit nötigen elementen (zb mineralien, vitamine, enzyme etc) zu versorgen, welche eine möglichst schnelle und effiziente entgiftungs- und aufnahmemöglichkeit des körpers erst ermöglichen.

generell könnte man sagen; was wir belastungsmässig unserem körper bereits heute unnötig antun, wird sich bei späteren grösseren oder extremeren belastungen (wie atomares fallout) unweigerlich bemerkbar machen.

leider hatten wir wohl noch nie so viele – auch verlockende – möglichkeiten, unseren körper ‘unnötig’ zu belasten wie heute! aber vielleicht hatten wir auch noch nie über so viele möglichkeiten und so breites wissen, wie wir unseren körper und geist stärken und entwickeln können. hier möchte ich mich vor allem aber auf die lebensmittel beschränken.

lebensmittel sind – wie es das wort sagt – mittel zum leben. in unseren lebensmittel-läden gibt es leider nur sehr, sehr wenige mittel, die diesen namen verdienen! die meisten sind eigentlich – böse ausgedrückt – sterbehilfen. was braucht der körper, um leben zu können? zuerst mal lebendiges. alles was noch lebt – und nur das – hilft uns zu leben. ein beispiel: unser korn lebt nach der ernte weiter. es kann später zb wieder ausgesät werden und neue pflanzen wachsen daraus. so fand man zb in ägypten alte tongefässe, welche im sandboden vergraben waren und noch mit keimfähigen körnern gefüllt waren, obwohl sie seit 5’000 jahren dort lagerten. natürlich nimmt die keimfähigkeit mit den jahren ab. aber ideal gelagert scheinen sie fast endlos weiter zu leben.

wenn man nun diese körner zu mehl verarbeitet, tötet man sie bereits. sie können nicht mehr keimen, sie können kein leben mehr weiter geben. so sollte mehl wenn immer möglich erst kurz vor dem gebrauch gemahlen werden. innerhalb stunden verliert es bereits lebenswichtige eigenschaften.

das gleiche passiert mit dem kochen. sobald eine temperatur von ungefähr 45° überschritten wird, stirbt das meiste leben ab. so auch die lebensmittel. erwärmen und kochen ist aber nicht an und für sich schlecht, einerseits kann es unseren körper yangisieren, erwärmen, andererseits ist die verdauung des modernen menschen oft so schwach, dass zb rohes gemüse nicht mehr richtig aufgenommen werden kann und zu komplikationen im verdauungs- und gesundheitssystem führen kann. darum sollte also möglichst alles gekochte gleich gegessen werden.

wir können trotzdem lebendes zu uns nehmen. so zb einige tropfen frisch gepressten zitronensaft über gekochtes (oder fast allem) geben und/oder sprossen dazu nehmen etc.

lebensmittel sollten unbehandelt sein. sei dies vor und während ihrem wachstumsprozesses, während der vorverarbeitung und lagerung, wie auch danach.

zb zucker und salz. unser kochsalz, aber zum teil leider auch das sogenannte ‘meersalz’ sind raffinierte salze. sie sind unnatürlich geworden und entziehen unserem körper mineralien. so auch der weisse zucker und auch brauner rübenzucker. sie führen zu einer übersäuerung im körper. dieser muss schleunigst darauf reagieren, weil unser blut nur einen allerkleinsten schwankungsbereich verträgt. also muss dieses gift weg. dazu braucht er mineralien und diese werden – je nach mineralienversorgung – dem körper mehr oder weniger stark entzogen. auch wenn er es dringend wo anders benötigt. aber ein zu hoher säurewert im blut führt zb zu einem infarkt. also ist dies das vordringlichere problem. rohrohrzucker, palmzucker usw übersäuern zwar auch, bieten aber mehr als genug mineralien an, so dass diese nicht dem köper entzogen werden.

übersäuerung entsteht aber nicht nur durch übersäuernde lebensmittel, welche nicht an und für sich schlecht sind. (wir benötigen diese auch in gewissen mengen), sondern zb auch durch häufiges überessen, durch ‘saure gedanken’ (man sagt ja auch: der ist sauer), durch gezuckerte getränke, medikamente, chemische zusatzstoffe, kaffee, dauerstress etc. vor allem auch angstgefühle stressen den körper und übersäuern ihn. die gefahr ist natürlich gross, dass wir bei unerwarteten negativen ereignissen angst empfinden. dies kann leider in gewissen situationen aber auch tötlich sein. (übrigens führen nicht unbedingt saure sachen zur übersäuerung, zb reif gepflückte zitronen helfen dem körper zu entsäuern).

also heisst es: alles möglichst alles frisch, unbehandelt und abwechslungsreich zu sich nehmen.

trinken. frisches, natürliches wasser braucht der körper. wo bekommen wir es her? viele greifen zu mineralwasser. das kann eventuell gut sein, wenn es genau die mineralien enthält, welche uns gerade fehlen. aber leider ist dies oft nicht der fall. wenn man nun tagtäglich dieses wasser trinkt, lagern sich diese mineralien im körper ab, sie sedieren. für die meisten wird die wohl einzige möglichkeit das hahnenwasser sein. dieses ist in der schweiz relativ sauber und mineralienarm und somit das oft beste durstmittel. alles andere muss der körper zuerst verdauen und hat somit mit trinken nichts mehr zu tun. es steht nicht sofort zur verfügung. leider aber enthält auch unser ch-wasser viele verschiedene schadstoffe, welche bei der wasseraufbereitung – noch nicht – gereinigt werden können. so enthält es pestizide, inhaltsstoffe von medikamenten (zb von rheumamitteln, antibabipillen, antidepressiva, schmerzmittel um einige zu nennen, welche in der schweiz zu tausenden von tonnen hergestellt werden und auch zu tausenden von hektolitern pisse in die abwässer und ins grundwasser gelangen). aber da nicht jeder eine gute quelle besitzt, bleibt uns nichts anderes übrig. es gibt noch die möglichkeit einer hauseigenen wasseraufbereitungsanlage, zb mit kohlefiltern oder mittels umkehrosmose. doch auch da gibt es einiges zu beachten.

leider bemerken wir all diese fehler beim essen und trinken nicht gleich (ausser man ist sehr bewusst beim körper und spürt alle seine informationen, doch dies ist in unserer zivilisation schwierig zu machen und nur, wenn man dies bewusst im alltag trainiert). so dauert es im durchschnitt etwa 20 jahre, bis sich erste symptome zeigen. wie sollen wir dann noch die verbindung zu den früher gemachten fehlern herstellen? wir wissen einfach nicht, warum wir dies und jenes haben. haarausfall, rheuma, ‘verkalkte’ knorpel und gelenke und so weiter.

was ich damit sagen will ist, dass ein gesunder geist und körper uns auch bei extremeren belastungen helfen kann und wird.

was kann man im akuten fall von radioaktiver belastung zusätzlich machen?

trinken sollte man weder zu viel noch zu wenig. zu viel führt zum ausschwemmen lebenswichtiger elemente und zu wenig dehydriert unseren körper. die zellen und organe können nicht richtig arbeiten. über längere zeit führt beides zu schäden.

essen sollte man nicht zu viel und nicht zu wenig (tendenziell ist es gut, im laufe der zeit immer weniger zu essen). es gibt immer mehr leute, welche höherschwingende nahrung aufnehmen können, bis zur sogenannten ‘lichtnahrung’. doch dies sollte schrittweise und bewusst gemacht werden, da jede änderung der ernährungsgewohnheiten auch änderungen in unserem bewusstsein mit sich ziehen. so hat essen viel mit gewohnheiten, mit früheren erlebnissen und prozessen oder gar traumatas zu tun. diese sollte man nicht überspringen, sondern schrittweise erarbeiten und mit den ernährungsgewohnheiten ändern.

lebensmittel mit reichlich mineralien und vitaminen wie zb b-komplexe, d, e und k. davon sind in meeresalgen, wurzelgemüse und hartblättrigen gemüsen viel enthalten.

sauberes, natürliches meersalz in vernünftiger menge.

umeboshi-pflaumen, möglichst noch mit haut, sowie miso und sojasauce. aber auch sauerkraut und diverse milchsauer vergorene lebensmittel.

möglichst viel vollgetreidekörner, samen und reis, welche unbehandelt und ganz sind. braunhirse und fermentierte braunhirse, atzukibohnen, ginkgo biloba-pulver oder tröpfchen, und ganz allgemein alles, was die darmgesundheit fördert, die nieren und leber stärkt und blutreinigend wirkt. im idealfall sollte dies der hauptteil der nahrung bilden. körner können aber auch kurz vor dem verzehr zu flocken gequetscht oder allenfalls gemahlen werden.

bewegung in der frischen luft, körperübungen, welche alle unsere meridiane aktivieren (zb yoga, tai chi chuan, tanzen und vieles mehr, das uns spass macht). abklopfen des körpers, füsse möglichst oft in lauwarmem meersalzwasser baden, thymusdrüse durch klopfen aktivieren und stärken, viel grüntee zu sich nehmen, schilddrüse stärken. und …. unser bewusstsein. erst dieses schafft ordnung, erst durch dieses gibt es leben, sonst ist alles nur tote materie. alle guten sachen nützen nichts, wenn wir sie im chaos lassen. wir müssen sie ordnen, unser körper muss sie ordnen, wir unterstützen und bewerkstelligen dies durch unseren geist, unsere aufmerksamkeit, unser bewusstsein, unseren willen.

ich befürchte, bereits viel zu viel geschrieben zu haben. obwohl ich gerne noch einiges gesagt hätte. zum schluss nur noch dies:

macht auch das, was euch froh und glücklich macht. dies gilt auch beim essen. es nützt nichts, ‘supergesundes’ zu essen, wenn es einem nicht schmeckt. dann lieber etwas weniger gesundes, das uns aber zufriedenheit gibt.

liebe grüsse und eine hoffentlich glückliche zukunft für die menschheit!

 

 

 


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pesto, worauf es ankommt

also, das klassische genoveser pesto hat basilikum (pro person etwa 50 g), knoblauch (~½ pro person) pinienkerne (~20g/pers), parmesan und/oder pecorino sardo maturo (~10g/pers), olivenoel (0,25dl/pers), meersalz, pfeffer.

nun das vorgehen.

will man das beste daraus machen, gibt’s nur einen weg. alles zuerst bereit stellen. basilikumblätter, sehr frisch (am besten aus eigenem garten oder topf) sollte gut trockengetupft sein. dann diese von hand fein zupfen. mit dem salz, den pinienkernen und dem zerdrückten knoblauch in einen mörser geben und fein zerstossen, bis eine gleichmässige, dickliche paste entstanden ist. daraufhin nach und nach den käse unterrühren und in dünnem strahl das olivenoel zugeben. Dabei immer weiter rühren. zum schluss mit salz und pfeffer abschmecken.

einen pesto gibt man immer zu heissen teigwaren (spaghetti) oder anderem das im normalfall heiss sein sollte. es wird bei zimmertemperatur oder sehr leicht erwärmt zugegeben. im kühler einige tage haltbar. im tiefkühler – am besten in portionen aufgeteilt – wesentlich länger. beim auftauen wenn möglich am vortag in kühler stellen und am gebrauchstag bei zimmertemperatur einige stunden aufwärmen lassen. beim allfälligen aufwärmen mit etwas zusätzlichem olivenoel mischen.

die schnelle methode:

wie vor, aber mit einem guten mixer in einem engen gefäss zum pesto hacken. das problem dabei ist, dass das basilikum sehr schnell oxidiert. das olivenoel sollte somit möglichst früh zugegeben werden.

darum ist es am besten, es von hand zu zupfen und in einem steinernen oder email-mörser zu zerstossen. dazu kommt, dass mit dem mixer oft zu lange zerhackt wird, und das basilikum bitter wird. also das gefäss (es sollte eng sein, damit der mixer möglichst gleichmässig alles zerhacken kann, sonst weicht das hackgut immer aus und man muss länger mixen, bis alles in etwa gleichmässig gehackt ist) und die zeitdauer sind hier entscheidend.

olivenoel kanns eigentlich kaum genug daran haben. aber es muss ein sehr gutes sein! hier eignet sich vor allem das ligurische von hoher qualität. diese sind oft sehr mild, körperhaft, „sahnig“ ohne oelig zu wirken und passen übrigens hervorragend zu fisch. traumhaft sind die sehr raren, deren oliven erst anfangs frühling geerntet werden. sie sind sehr kostbar, unter anderem, weil ein sturm die ganze ernte auf einen schlag kaputt macht und es dann in diesem jahr keine solchen oele gibt. (es gab schon drei jahre hintereinander keine dieser oele!)

nun zu den variationen, die dann aber kein genoveser pesto mehr sind. aber pesto oder pistou alleweil.

man kann mit allen bestandteilen im pesto spielen.

am besten beginnt man bei den nüssen/kernen. zum beispiel mit haselnüssen, cashewnüssen, mandeln, baumnüssen pistazien und so weiter variieren. es ergibt jedesmal sehr interessante und oft sehr gute resultate. vor allem cashewnüsse ergeben einen cremigen pesto der etwas „neutraler“ im geschmack ist. und sie sind nicht so teuer wie pinienkerne. es lohnt sich immer, die nüsse leicht zu rösten. vor allem bei den pistazien sollte man dies machen, da sie erst so ihren geschmack entwickeln. aber man sollte sie nur leicht rösten. sobald man sie riecht, muss man den prozess stoppen!

dann zum oel. hier wird es meiner ansicht nach heikler. es sollten immer hochwertige und kaltgepresste oele verwendet werden. so ist es durchaus möglich, mit sesamoel, rapsoel und vielen anderen zu experimentieren. auch gemischt mit olivenoel ist’s gut möglich. beim sesamoel kann man ein geröstetes nehmen (die sesamsamen werden vor dem pressen geröstet), aber dann nur als kleine zugabe zum olivenoel. das erhöht den nussigen geschmack.

ich finde oelexperimente darum etwas heikel, weil es kaum möglich ist, den pestogeschmack mit anderen oelen zu verbessern. es ergibt – je nach dem – interessante pesti, die vor allem mit anderen inhalten (an stelle von basilikum oder in kombination damit) spannend und auch gut werden können.

zum basilikum. dieses kann in unzähligen variationen ersetzt oder ergänzt werden.

so kann man wunderbare pesti machen mit:

- koriander, – diversen kräutern, – pfefferminze, – peterli/petersilie (prezzemolo, der flachblättrige), – rucola, – pomodori secchi, – wasabi, – zitronen, – bärlauch, – spinat, – zitronenthymian und vieles weitere.

ich denke, man sollte mal zuerst den genoveser pesto einigermassen kennen, das heisst einige male machen und degustieren. dieser – gut gemacht – ist kaum zu schlagen. er passt zu teigwaren (übrigens macht man in genova die originalen pesto-teiggerichte mit einer kartoffelbasis), zu ofengemüse, zu spargeln, zu kartoffelgerichten, risotti, in salatsaucen und vielem mehr.

dann – als nächsten schritt – mal nur den basilikum ersetzen oder ergänzen (bei den meisten pesti passt baslikum gut dazu, aber nicht bei allen!). erst dann auch noch andere inhalte auswechseln. so baut man für sich einen wissensschatz auf, der eine gute grundlage für weitere experimente in der kochkunst sind, weil man schritt für schritt weiss, was wann welche geschmackskombinationen ergeben. wenn man wild drauflos ändert, weiss man nie genau, was wirklich passiert ist und warum etwas plötzlich nicht so gut oder hervorragend schmeckt. schlussendlich sind es unerwartete kombinationen, die die geschmackswelt verändern und ausserordentliche freuden bereiten.

knoblauch gehört zu einem guten pesto immer dran. natürlich gehts auch ohne, aber geschmacklich ist es mit unvergleichlich!

nun habe ich wohl genug geschrieben.

ich zähle hier noch kurz auf, über was ich in nächster zeit etwas sagen möchte, vielleicht kriege ich rückmeldungen, welche themen von interesse sind?

> ätherische oele in der küche.

> wie kann man über die ernährung auf radioaktive belastung reagieren oder diese im körper sogar abbauen?

> aphrodisiakische gerichte und getränke.


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wildkräutersalz

feines wildkräutersalz, aber auch salz mit würzingen gemüsknollen wie sellerie, randen, pastinaken und peterliwurzeln, sind wunderbare geschmaksverstärker oder -ergänzer. sie können – je nach dem – zu fleisch, salaten, gemüse etc zum schluss – bei tisch – zugegeben werden. teilweise sind sie auch farblich sehr schön und können in suppen eine gezogene farbspur hinterlassen.

rezept zu meinem wildkräutersalz, für ~125 g:

  • ½ handvoll giersch-blätter, junge oder ältere mit
  • ½ handvoll wilden schnittlauch (oder aus garten/laden)
  • ½ handvoll sauerampfer-blätter, junge
  • ½ handvoll spitzwegerich-blätter, junge
  • ½ handvoll nelkenwurz-blätter, junge, und
  • ½ handvoll gundelrebe-blätter, fein hacken, mit
  • zitronen- oder bergamotteschale, fein gerieben, und
  • grobes meersalz, unbehandelt im
  • mörser fein zerstossen. dabei zwischendurch auf einem
  • blech im ofen bei ~50-60° trocknen. wenn es fein gemahlen und völlig getrocknet ist, in
  • glas, luftdicht verschliessbar, abfüllen.

natürlich kann man selber einiges ausprobieren. zum beispiel kräuter weglassen, andere dazu nehmen, mit orangenschale oder gewürzen (thymian, rosmarin, salbei, currypulver, garam masala, chilis etc) ergänzen und experimentieren. viel vergnügen.


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crêpe-lasagne mit bärlauch-spinat-ricotta füllung

für etwa vier personen

zuerst crêpes herstellen:

  • 70 g buchweizenmehl mit
  • 60 g dinkelmehl, halbweiss
  • 4 g backpulver sowie
  • 1 prise meersalz & pfeffer, in eine
  • schüssel geben und vermischen. vertiefung eindrücken und
  • 2 eier hinein geben. mit einem
  • schwingbesen gut verrühren.  weiter rührend das
  • 2 el olivenoel in kleinem strahl zugeben. danach die
  • 3 dl erwärmte milch unterrühren. 30′ stehen lassen. dann in einer
  • bratpfanne, beschichtet oder crêpepfanne, welche mit
  • ~ 2 el olivenoel (immer wieder) leicht eingefettet wird, bei mittlerer hitze beidseitig  je ~2′ goldbraun ausbacken. aufeinander geschichtet bereit halten.

tomatensauce:

  • 200 g tomaten, frisch & vollreif (oder pelati), geschält und gewürfelt mit
  • 2 prisen gewürzmeersalz & pfeffer
  • 10 g basilikumblätter, zerzupft
  • 5 – 10 g bärlauchblätter, fein gehackt
  • 1 el tomatenmark und
  • 1 el butter in einer
  • pfanne 15′ leicht köcheln.

bärlauch-spinat-ricotta belag:

  • 1 bund frühlingszwiebeln, schräge ringe, im
  • 1.5 el olivenoel andünsten, hitze erhöhen und die
  • 600 g spinatblätter sowie
  • 100 g bärlauchblätter zugeben, deckel drauf und zusammenfallen lassen. mit
  • 130 g ricotta gut vermischen und mit
  • 2 prisen meersalzsalz & pfeffer abschmecken. ofen auf 200° vorwärmen.

lasagne:

  • feuerfeste auflaufform mit
  • butter einfetten, den boden mit sehr wenig tomatensauce bestreichen, darauf die crèpes legen, auf diese die spinatüllung und darauf wieder eine schicht crêpes, dann wieder tomatensauce, crêpes, rest der spinatfüllung und zuletzt mit crêpes abdecken. die
  • 100 g crème fraîche oder sauerrahm, darauf verstreichen und mit
  • 80 g pecorino stravecchio oder parmesan, frisch gerieben, bestreuen. bei 200° ~40′ backen.

sollte die tomatensauce oder/und die spinatfüllung zu feucht sein, kann beim einschichten etwas hartweizendunst oder hartweizengries eingestreut werden.

guten apetit!


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kandierte magnolienblütenblätter

schon blühen sie in voller pracht.

weiss-rosa magnolienblüte mit stempel

weiss-rosa magnolienblüte mit stempel

 

ich möchte kurz beschreiben, wie diese schönen blütenblätter auch für die zierde auf dem teller, einem kuchen etc benützt werden können.

 

 

kandierte magnolienblütenblätter

variante 1) mit eiweiss:

  • magnolienblütenblätter vorsichtig von der blüte trennen und mit feinem pinsel säubern oder sehr vorsichtig waschen.
  • eiweiss mit wenig zitronensaft oder weisswein, zu weichem schaum aufschlagen, mit zb einem aquarelpinsel sorgfältig auf blütenblatt auftragen.
  • 1 teil puderzucker mit 2 teilen kristallzucker mischen, über blütenblätter sieben, bis sie bedeckt sind.
  • auf backpapier kristallzucker deckend streuen, blütenblätter darauf legen und bei zimmertemperatur oder im ofen bei 50° c bei wenig offener türe trocknen.
  • Haltbarkeit nur kurz.

Variante 2) mit gummiarabikum-pulver:

  • gummiarabikum-pulver mit rosenwasser in verschliessbares glas geben und schüttelnd auflösen. Etwas auf einen teller geben und die blütenblätter allseitig sorgfältig bepinseln. Dann mit
  • zucker oder puderzucker-kristallzucker-mischung leicht allseitig deckend bestreuen.
  • Auf einem gitter oder wie vor beschrieben auf gezuckertem backpapier an warmem ort oder im ofen trocknen, bis sie hart und knusprig sind.
  • Haltbarkeit etwas länger als mit eiweiss, in gut verschliessenden behältern.

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peperonisauce

hier noch eine einfache sauce (zu teigwaren, risotti, couscous, bulgur etc)

  • 3-4 rote peperoni unter heissem ofengrill rösten, bis haut blasen bildet und ziemlich schwarz ist. (geschmacklich noch besser an einer flamme rösten zb gasherd, holzfeuer, bunsenbrenner …). erkalten lassen, haut abziehen. peperoni mit
  • 1 dl gemüsebrühe,
  • 1 zitrone, *schale fein abgerieben, 1/2 saft,
  • 1,5 dl sauerrahm (für veganer sojarahm)
  • 3-4 prisen meersalz & pfeffer (mit pfeffer meine ich immer frisch gemahlenen schwarzen)
  • einige tropfen feinstes olivenoel
  • ev etwas rohrohrzucker

im mixer oder mit stabmixer pürieren. sauce nicht aufwärmen oder gar kochen! sie wird in zimmergemperatur oder höchstens lauwarm serviert.

* zitronenschale mit einer sehr feinen, rasiermesserscharfen reibe abreiben. dabei sollte nur das gelbe der schale abgerieben werden. das weisse schmeckt bitter.

ich hoffe ihr habt daran auch so viel vergnügen wie ich.


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tomatensauce

tomatensaucen-rezepte gibt es viele gute.

hier eine recht einfach herzustellende. sie ist aus dem norden von italien und wird ohne sogenannten “sofritto” gemacht. typisch der einsatz von butter.

noch etwas zu den tomaten. am besten wird sie natürlich mit sonnengereiften, vollwürzigen tomaten. (für diese gibt es aber ein noch einfacheres, wunderbares rezept, doch dazu werde ich etwas im sommer schreiben). aber auch mit pelati aus der büchse wird sie gut. im winter sogar besser als mit den ‘frischen’, faden tomaten welche nie in der erde wurzelten und von weither aus treibhäusern stammen.

was es für etwa vier personen dazu braucht:

  • 1 mittlere zwiebel, grob gehackt
  • ~40 g butter
  • 4 prisen meersalz & pfeffer
  • 1-3 esslöffel rohrohrzucker oder palmzucker (je nach säuregehalt der tomaten).
  • 1 kg pelati
  • 2 oder mehr esslöffel tomatenpüree, 3-fach konzentriert

fakultativ auf wunsch noch:

  • ev 1 dl rotwein
  • ev kräuter & gewürze
  • ev 1 knoblauchzehe, fein gehackt

alles zusamen in einen topf geben, aufkochen und ~40′ leise köcheln lassen. von zeit zu zeit etwas umrühren. fertig ist die sauce.

was man auch noch kann: etwa 15′ vor kochende gute trockenteigwaren zugeben und diese al dente darin kochen. das ergibt dann pasta mit einer sehr konzentrierten pomodorosauce.


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scharbockskraut

überall findet man es. als grüne teppiche. kaum ist der schnee weg, beginnt es zu spriessen. man verwendet die jungen blätter in salaten und macht aus den sogenannten brutknöllchen, die in den blattachsen (zwischen Stiel und abzweigendem blattstengel) in essig eingelegte “kapern”.

sein name kommt von der früher gefürchteten vitaminmangelkrankheit skorbut. da das kraut, respektive die blätter, sehr viel vitamin c enthalten, diente es früher auch zur bekämpfung dieser krankheit, aber auch zur blutreinigung und als schmerzsenkendes und entzündungshemmendes mittel.

scharbockskraut: nur vor dem blühen geniessen

scharbockskraut: nur vor dem blühen geniessen

es macht kleine, glänzende, knallgelbe, sternförmige blüten. sobald diese erscheinen sollte man die blätter nicht mehr pflücken, da die pflanze dann einen giftstoff (protoanemonin) produziert. dieser verliert zwar seine wirkung mit dem trocknen der blätter, dann aber sind sie für salate ungeeignet. für naturheilkundliche anwendungen allerdings schon. ältere blätter sind geschmacklich fast ungeniessbar, da sie widerlich schmecken und scharf sind.

die blätter sehen im salat auch schön aus. etwa um die 5-fränkler grösse, glänzend, meist herz- bis nierenförmig. jung schmecken sie sehr zart und fein.

am liebsten mache ich dann einen salat aus verschiedenen wildkräutern wie löwenzahn, bärlauch, scharbockskraut, schafgarbe, giersch (geissfuss), gänseblümchen und dessen blätter, sauerampfer, brennnesselblätter…. und bin dann für drei tage energetisch voll aufgeladen. wunderbar!


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linsen

linsen mit ofenkürbis für vier personen:

  • 160 g linsen (puy-, beluga-, champagner-linsen oder aus umbrien (berglinsen von castelluccio) gut abspülen. mit
  • 0,25 bund bohnenkraut und
  • 0,25 bund zitronenmelisse im
  • wasser zum sieden bringen, sachte köcheln, bis sie weich sind (~ 30′), abgiessen. ofen auf 200° vorheizen. inzwischen
  • 4 mittlere weisse oder rote zwiebeln, dicke scheiben und
  • 720 g kürbis (*oranger knirps, *hokkaido, *petimarron), mit schale in schnitze schneiden, auf ein leicht mit
  • olivenoel eingefettetes backblech legen. in einer schüssel den saft von
  • 4 orangen, sowie
  • 0.5 dl olivenoel,
  • 0.25 dl aceto di modena,
  • meersalz & pfeffer, frisch gemahlen,
  • 80 g rohrohrzucker und
  • 2-3 chilis, frische rote, entkernt und gehackt, gut vermischen. über kürbisstücke giessen.
  • 4 orangen, dicke scheiben über kürbis verteilen. im ofen bei 200° etwa 40′ backen. etwa 2x bratsaft über kürbis verteilen.

kürbis auf teller geben. die lauwarmen linsen leicht mit salz, pfeffer und etwas aceto di modena würzen und über kürbis häufen.

feine linsen brauchen nicht eingeweicht zu werden. wichtig ist, sie ohne salz und säure (essig, zitronensaft) zu kochen, da sie sonst nicht richtig gar werden und der verdauung probleme bereiten. sobald sie bissig-lind sind, sofort salzen und etwas essig oder zitronensaft zugeben. das hält sie weich und hilft wiederum der verdauung.

linsen sind die am leichtesten verdaulichen hülsenfrüchte. sie enthalten viele proteine (eiweiss), mineralstoffe wie eisen, kalium, kupfer, zink), b-vitamine und ballaststoffe.

* diese kürbisarten braucht man nicht zu schälen, im gegenteil, die schale schmeckt sehr fein und bildet taktil einen gegenpart zum weichen kürbisfleisch.


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